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Orthopädisches Zentrum Darmstadt

RatgeberFuß

Was hilft gegen Fersenschmerz beim ersten Schritt am Morgen?

Dehnung der Fußsohle und der Wade, Entlastung durch geeignete Einlagen und Geduld. Der knöcherne Sporn selbst ist meist nicht die Ursache.

Fuß: Fersensporn

Das ist der wichtigste Punkt und der, der am häufigsten missverstanden wird. Der Fersensporn ist ein knöcherner Auswuchs am Ansatz der Fußsohlensehne. Er findet sich auch bei vielen Menschen ohne jede Beschwerde. Wehtut nicht der Sporn, sondern die gereizte Sehnenplatte an der Fußsohle, die Plantarfaszie.

Typisch ist der Anlaufschmerz: Die ersten Schritte am Morgen oder nach längerem Sitzen sind am schlimmsten, danach wird es besser, und gegen Abend nach längerer Belastung kommt es zurück.

Begünstigt wird die Reizung durch Überlastung, eine verkürzte Wadenmuskulatur, ungeeignetes Schuhwerk, Übergewicht und eine ungünstige Lastverteilung beim Abrollen.

Untersucht wird mit dem Druckpunkt an der Ferse und dem Ultraschall, der die verdickte Sehnenplatte zeigt. Ein Röntgenbild ist nicht nötig, um den Sporn zu suchen, weil er die Behandlung nicht ändert. Ergibt sich der Verdacht auf eine Fehlbelastung, folgt die Ganganalyse.

Behandelt wird über Dehnung der Fußsohle und der Wade, mehrmals täglich, dazu Entlastung durch geeignete Einlagen und eine Anpassung der Belastung. Bei anhaltenden Beschwerden kommt die Stoßwellentherapie in Betracht, sie ist keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen.

Der Verlauf dauert Wochen bis Monate. Das ist unangenehm, aber normal.

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Zuletzt geprüft 2. September 2026