Behandlungvon außen
Ursprünglich aus der Urologie, wo Stoßwellen Nierensteine zertrümmern. In der Orthopädie geht es um Sehnenansätze.
Stoßwellentherapie
Energiereiche akustische Wellen werden von außen auf einen schmerzhaften Sehnenansatz gerichtet. Drei bis fünf Sitzungen im Abstand von ein bis zwei Wochen, je Sitzung zehn bis fünfzehn Minuten.
Stoßwellentherapie im Einzelnen
- Dauer
- 10–15 Minuten
- Strahlung
- keine
- Wer zahlt
- Selbstzahler
- Kosten im Einzelnen
- Keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Private Versicherungen übernehmen die Behandlung häufig
- Vorbereitung
- Keine
- Besonderheit
- In der Regel drei bis fünf Sitzungen im Abstand von ein bis zwei Wochen
Wofür wir das einsetzen
Stoßwellen sind akustische Wellen mit hoher Energie. Sie durchdringen das Gewebe und wirken dort, wo sie gebündelt ankommen. Eingesetzt werden sie vor allem bei Beschwerden an Sehnenansätzen, die länger bestehen und auf Schonung und Physiotherapie nicht ausreichend angesprochen haben.
Beschrieben werden eine bessere Durchblutung im behandelten Gewebe, die Neubildung kleiner Blutgefäße und eine Anregung des Stoffwechsels. Verkalkungen können sich auflösen. Wie stark das im Einzelfall ausfällt, ist unterschiedlich, und wir sagen das auch so.
- Fersensporn und Plantarfasziitis
- Tennisellenbogen und Golferellenbogen
- Kalkschulter
- Achillodynie
- Patellaspitzensyndrom
- Schmerzsyndrom am großen Rollhügel der Hüfte
- Triggerpunkte und Muskelverspannungen
Wie es abläuft
Nach der Untersuchung wird der Schallkopf auf die behandelte Stelle gesetzt. Die Wellen werden gezielt in das schmerzhafte Areal geleitet.
Eine Sitzung dauert etwa zehn bis fünfzehn Minuten. In der Regel sind drei bis fünf Sitzungen im Abstand von ein bis zwei Wochen vorgesehen.
Die Behandlung kann als leicht unangenehm bis schmerzhaft empfunden werden. Danach kann es kurzzeitig stärker wehtun als vorher. Das klingt meist nach ein bis zwei Tagen ab.
Häufige Fragen
Wie viele Sitzungen brauche ich?
In der Regel drei bis fünf, im Abstand von ein bis zwei Wochen. Wenn danach nichts besser ist, wird nicht weiterbehandelt.
Tut die Behandlung weh?
Sie kann als leicht unangenehm bis schmerzhaft empfunden werden. Danach ist die Stelle manchmal ein bis zwei Tage empfindlicher als vorher.
Zahlt die gesetzliche Krankenkasse?
Nein, die Stoßwellentherapie gehört nicht zu den Regelleistungen. Private Versicherungen übernehmen sie häufig.
Kann ich damit eine Operation vermeiden?
Bei manchen Beschwerden an Sehnenansätzen setzen wir die Stoßwelle ein, bevor über eine Operation gesprochen wird. Ob sie im Einzelfall ausreicht, lässt sich vorher nicht sagen.
Wann das nicht das Richtige ist
Kein Verfahren passt zu jedem. Was hier steht, ist der Teil, den andere weglassen.
Die Stoßwelle wirkt an einer umschriebenen Stelle. Bei einem verteilten Schmerz oder bei einer Beschwerde, deren Ursache woanders liegt, ist sie nicht das Mittel der Wahl.
Wenn nach der vorgesehenen Zahl an Sitzungen nichts besser geworden ist, wird die Reihe nicht fortgesetzt. Wir sagen dann, dass es nicht gewirkt hat, statt eine sechste Sitzung anzuhängen.
Gegen eine Behandlung sprechen eine Gerinnungsstörung, blutverdünnende Medikamente, eine Infektion im Behandlungsgebiet und eine Schwangerschaft.
Die gesetzlichen Kassen zahlen nicht. Sie bezahlen die Behandlung selbst, und wir nennen Ihnen die Kosten vorher.