RatgeberEllenbogen
Was hilft gegen einen Tennisarm?
Belastung anpassen statt ganz aufhören, dazu gezielte Dehnung und exzentrisches Training. Der Verlauf dauert Wochen bis Monate, und das ist normal.
Ellbogen: Tennisarm
Der Tennisarm ist eine Reizung am Sehnenansatz an der Außenseite des Ellenbogens, fachlich Epicondylitis radialis. Dort setzen die Muskeln an, die Hand und Finger strecken.
Mit Tennis hat er meist nichts zu tun. Ausgelöst wird er durch wiederholte Belastung im Alltag oder bei der Arbeit: Arbeiten am Rechner, handwerkliche Tätigkeit, Tragen, alles, was den Griff dauerhaft fordert.
Typisch ist ein Druckschmerz genau am Knochenvorsprung außen und Schmerz beim Zugreifen, beim Händedruck oder beim Heben einer Tasse. Die Untersuchung ist unkompliziert: Der Druckpunkt und der Schmerz beim Strecken gegen Widerstand genügen meist zur Zuordnung.
Behandelt wird zuerst über die Belastung. Vollständige Ruhe ist der falsche Weg, sie verzögert die Heilung. Sinnvoller ist es, die auslösende Bewegung zu verändern und dazu gezielt zu dehnen und exzentrisch zu trainieren, also den Muskel unter Spannung nachgeben zu lassen.
Bleiben die Beschwerden über Wochen bestehen, kommt die Stoßwellentherapie in Betracht. Sie ist keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen.
Ein Punkt vorweg, weil er die häufigste Enttäuschung verhindert: Beschwerden an Sehnenansätzen brauchen Wochen bis Monate. Das ist der normale Verlauf und kein Zeichen dafür, dass etwas falsch läuft.
Wann Sie nicht warten sollten
- Taubheit oder Kraftverlust in der Hand
- Sichtbare Schwellung oder Rötung am Ellenbogen