Behandlungam Schmerzpunkt
Der Punkt, der auf Druck den bekannten Schmerz auslöst, ist der Punkt, der behandelt wird.
Triggerpunktakupunktur
Nadelung schmerzhafter Verhärtungen in der Muskulatur. Anders als bei der klassischen Akupunktur richtet sich die Behandlung nicht nach einem Punktesystem, sondern nach der Stelle, die auf Druck den Schmerz auslöst.
Triggerpunktakupunktur im Einzelnen
- Dauer
- 15–20 Minuten
- Strahlung
- keine
- Wer zahlt
- Selbstzahler
- Kosten im Einzelnen
- Keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Wir nennen Ihnen die Kosten vorher
- Vorbereitung
- Keine
Wofür wir das einsetzen
Ein Triggerpunkt ist eine umschriebene Verhärtung im Muskel. Drückt man darauf, entsteht ein Schmerz, und zwar oft nicht nur an der Stelle selbst, sondern ausstrahlend in eine andere Region. Genau das macht die Sache verwirrend: Der Schmerz wird dort gespürt, wo er nicht entsteht.
Häufige Auslöser sind anhaltende Fehlbelastung, etwa bei überwiegend sitzender Tätigkeit, und Verletzungen aus Sport oder Unfall.
Der Nutzen der Untersuchung liegt schon vor der Behandlung: Wenn der Druck auf einen Punkt genau den Schmerz auslöst, den jemand kennt, ist die Ursache gefunden.
- Punktuelle Muskelschmerzen
- Kopf- und Nackenschmerzen bei sitzender Tätigkeit
- Ausstrahlende Schmerzen ohne Nervenbefund
- Verspannungen nach Fehlbelastung oder Verletzung
Wie es abläuft
Zuerst wird der Punkt gesucht. Behandelt wird nur, was auf Druck den bekannten Schmerz auslöst.
Die Nadel wird in die Verhärtung gesetzt. Häufig kommt es dabei zu einer kurzen Zuckung des Muskels, das ist erwünscht und dauert einen Moment.
Nach der Behandlung ist die Stelle oft ein bis zwei Tage empfindlich, ähnlich einem Muskelkater.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zur klassischen Akupunktur?
Die klassische Akupunktur folgt einem festgelegten Punktesystem. Hier wird der Punkt gesucht, der auf Druck genau den Schmerz auslöst, den Sie kennen, und dieser wird behandelt.
Warum zuckt der Muskel?
Die kurze Zuckung entsteht, wenn die Nadel die verhärtete Faser trifft. Sie ist erwünscht und dauert einen Moment.
Zahlt die gesetzliche Krankenkasse?
Nein. Wir nennen Ihnen die Kosten vorher.
Wann das nicht das Richtige ist
Kein Verfahren passt zu jedem. Was hier steht, ist der Teil, den andere weglassen.
Nicht jeder ausstrahlende Schmerz kommt aus dem Muskel. Bei Taubheit, Kraftverlust oder Ausfällen gehört die Ursache abgeklärt, bevor genadelt wird.
Wenn der Punkt sich nicht finden lässt, wird nicht behandelt. Eine Nadel an einer beliebigen Stelle ist keine Triggerpunktbehandlung.
Kehrt derselbe Punkt immer wieder, liegt die Ursache in der Belastung. Dann braucht es eine Änderung im Alltag oder Training, nicht die nächste Sitzung.
Bei Gerinnungsstörungen, unter blutverdünnenden Medikamenten und bei Infektionen im Behandlungsgebiet wird nicht genadelt.