RatgeberSchulter
Was passiert bei einer Schultereckgelenkssprengung?
Die Bänder zwischen Schlüsselbein und Schulterdach reißen, meist bei einem Sturz direkt auf die Schulter. Je nach Ausmaß wird konservativ oder operativ behandelt.
Schulter: Schultereckgelenkssprengung
Das Schultereckgelenk verbindet das äußere Ende des Schlüsselbeins mit dem Schulterdach. Gehalten wird es von mehreren Bändern. Ein Sturz direkt auf die Schulter, wie er beim Radfahren oder im Kontaktsport vorkommt, kann diese Bänder überdehnen oder zerreißen.
Je nachdem, wie viele Bänder betroffen sind, steht das Schlüsselbein mehr oder weniger deutlich nach oben. Bei ausgeprägten Formen ist das als Stufe sichtbar und lässt sich mit Druck vorübergehend zurückschieben.
Die Einteilung nach dem Ausmaß ist der Kern der Behandlungsentscheidung. Leichte Formen werden konservativ behandelt, mit Ruhigstellung für einige Zeit und anschließendem Aufbau. Bei ausgeprägten Formen wird die operative Versorgung geprüft, besonders bei jüngeren und sportlich aktiven Menschen.
Nachgewiesen wird die Verletzung durch die Untersuchung und das Röntgenbild, bei Bedarf mit Belastung.
Auch nach folgenloser Ausheilung bleibt bei manchen eine sichtbare Stufe zurück, ohne dass sie Beschwerden macht. Das ist kein Behandlungsfehler, sondern die Folge der gerissenen Bänder.
Wann Sie nicht warten sollten
- Sichtbare Fehlstellung nach einem Sturz auf die Schulter
- Der Arm lässt sich nicht mehr belasten