RatgeberWirbelsäule
Wann ist ein MRT der Lendenwirbelsäule sinnvoll?
Wenn die Untersuchung eine Frage aufwirft, die das Bild beantworten kann. Nicht als erster Schritt bei Rückenschmerzen.
Diagnostik: MRT der Lendenwirbelsäule
Das MRT zeigt, was auf dem Röntgenbild nicht zu sehen ist: Bandscheiben, Nervenwurzeln, Rückenmark, Bänder und Muskulatur. Bei Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall oder eine Einengung des Wirbelkanals ist es das Verfahren der Wahl.
Trotzdem steht es nicht am Anfang. Der Grund ist unangenehm, aber gut belegt: Bandscheibenvorwölbungen und Verschleißzeichen finden sich auch bei Menschen, die nie Rückenschmerzen hatten, und sie werden mit dem Alter häufiger. Wer zu früh ein Bild macht, findet fast immer etwas. Danach wird ein Befund behandelt statt eines Patienten, und der Befund ist womöglich gar nicht die Ursache.
Sinnvoll ist das Bild, wenn die Untersuchung eine bestimmte Frage stellt: Passt der Nervenausfall zu einer bestimmten Höhe? Erklärt sich der Schmerz durch eine Einengung? Steckt etwas anderes dahinter?
Der Ablauf im offenen Gerät: Aufklärung über Gegenanzeigen, dann bequeme Lagerung, bei manchen Fragestellungen mit einer eigenen Spule. Ein Untersuchungsgang dauert in der Regel zwanzig bis dreißig Minuten. Sie bleiben durchgehend in Sicht- und Sprechkontakt und können jederzeit abbrechen.
Anschließend werden die Bilder ausgewertet und im Gespräch besprochen. Sie gehen nicht mit einem Datenträger nach Hause, um den Befund selbst weiterzutragen.