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Orthopädisches Zentrum Darmstadt

Behandlungunter Sicht

Prof. Fischer führt als Einziger im Haus die Zusatzbezeichnungen Spezielle Schmerztherapie und fachgebundene Magnetresonanztomographie.

Spezielle Schmerztherapie im offenen MRT

Bildgesteuerte Injektion: Das Medikament wird unter Kontrolle im MRT-Bild genau dorthin gebracht, wo der Schmerz entsteht. Für Schmerzen, die auf die üblichen Behandlungen nicht ausreichend ansprechen.

Spezielle Schmerztherapie im offenen MRT im Einzelnen

Dauer
etwa 30 Minuten
Strahlung
im MRT keine
Wer zahlt
fallabhängig
Kosten im Einzelnen
Abhängig vom einzelnen Verfahren und vom Versichertenstatus. Wir sagen Ihnen vorher, was auf Sie zukommt
Vorbereitung
Blutverdünnende Medikamente müssen vorher besprochen werden

Wofür wir das einsetzen

Bei den meisten Rücken- und Gelenkschmerzen reichen Chirotherapie, Bewegung und, wenn nötig, ein Medikament. Manche Schmerzen bleiben trotzdem. Sie sitzen dann meist an einer eng begrenzten Stelle: an einer gereizten Nervenwurzel, an einem kleinen Wirbelgelenk, im Sakralkanal.

Bei diesen Schmerzen wirkt ein Medikament, das den ganzen Körper durchläuft, schlecht. An der Stelle, wo es wirken soll, kommt wenig an. Die bildgesteuerte Injektion löst das anders: Die Nadel wird im Bild geführt, bis sie dort liegt, wo der Schmerz herkommt.

Wenn die Steuerung über das offene MRT läuft, entsteht dabei keine Strahlenbelastung. Das ist der Grund, warum das Gerät hier steht.

  • Periradikuläre Therapie an einer gereizten Nervenwurzel
  • Behandlung der kleinen Wirbelgelenke
  • Injektion in den Epiduralraum bei Ausstrahlung ins Bein
  • Injektion in den Sakralkanal bei Schmerzen am Kreuz- und Steißbein
  • Radiofrequenztherapie schmerzleitender Nerven

Wie es abläuft

Vor der Behandlung wird geklärt, woher der Schmerz kommt. Dafür braucht es einen Befund, der zu den Beschwerden passt. Ohne diese Zuordnung wird nicht injiziert.

Während der Behandlung liegen Sie im offenen MRT. Die Nadel wird im Bild kontrolliert vorgeschoben, bis sie an der vorgesehenen Stelle liegt. Erst dann wird das Medikament gegeben.

Meist sind mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Tagen bis Wochen vorgesehen. Nach jeder Sitzung wird besprochen, ob und wie sich etwas geändert hat. Wenn nichts passiert, wird die Reihe nicht einfach fortgesetzt.

Häufige Fragen

Tut die Injektion weh?

Der Einstich ist wie eine Blutentnahme zu spüren. Unangenehm wird es dort, wo die Nadel in die Nähe der gereizten Stelle kommt. Das dauert Sekunden.

Wie viele Sitzungen brauche ich?

Meist mehrere im Abstand von Tagen bis Wochen. Wenn nach zwei bis drei Sitzungen nichts passiert, wird die Reihe nicht fortgesetzt.

Warum im MRT und nicht unter Durchleuchtung?

Weil dabei keine Strahlenbelastung entsteht und Weichteile wie Nervenwurzeln im Bild sichtbar sind. Unter Durchleuchtung sieht man den Knochen und schließt daraus auf die Lage der Nervenwurzel.

Zahlt die Krankenkasse?

Das hängt vom einzelnen Verfahren und von Ihrem Versichertenstatus ab. Wir sagen Ihnen vorher, was auf Sie zukommt, und Sie entscheiden danach.

Wann das nicht das Richtige ist

Kein Verfahren passt zu jedem. Was hier steht, ist der Teil, den andere weglassen.

Die bildgesteuerte Injektion behandelt einen umschriebenen Schmerz. Bei einem Schmerz, der über mehrere Körperregionen verteilt ist, ist sie nicht das richtige Mittel. Dort braucht es ein Konzept aus mehreren Bausteinen.

Sie ersetzt keine Operation. Bei einer zunehmenden Lähmung, bei einer Blasen- oder Darmstörung oder bei Taubheit im Reithosenbereich ist eine sofortige Vorstellung nötig, und zwar nicht bei uns, sondern in einer Notaufnahme.

Wenn zwei bis drei Sitzungen nichts bewirken, ist eine vierte selten sinnvoll. Dann stimmt entweder die Zuordnung nicht, oder das Verfahren passt nicht zu diesem Schmerz. In beiden Fällen sagen wir das.

Blutverdünnende Medikamente sind ein Grund, die Behandlung zu verschieben oder anders zu planen. Sagen Sie uns, was Sie einnehmen.