Untersuchungmit Licht
Aufnahmezeit 0,04 Sekunden. Keine Strahlung, keine Berührung, deshalb auch für Kinder und Schwangere geeignet.
4D-Wirbelsäulenvermessung
Berührungslose Vermessung von Rücken und Wirbelsäule über Lichtprojektion. Zeigt Abweichungen vom Lot, Verformungen und Verdrehungen einzelner Wirbelkörper, ohne jede Strahlenbelastung.
4D-Wirbelsäulenvermessung im Einzelnen
- Dauer
- 0,04 Sekunden
- Strahlung
- keine
- Wer zahlt
- Selbstzahler
- Kosten im Einzelnen
- Die gesetzlichen Krankenkassen tragen die Kosten nicht. Privatversicherte bekommen sie in der Regel erstattet
- Vorbereitung
- Der Rücken muss frei sein. Sonst keine
- Besonderheit
- Auch für Schwangere geeignet, weil strahlungsfrei
Wofür wir das einsetzen
Verschleiß an Wirbelgelenken und Wirbelkörpern ist im Röntgenbild erst zu sehen, wenn sich der Knochen schon verändert hat. Gerade bei jüngeren Menschen bleiben Rückenschmerzen deshalb oft unerklärt: Das Röntgenbild ist unauffällig, die Beschwerden sind es nicht. Über die Funktion der Wirbelsäule sagt es ohnehin nichts.
Die 4D-Vermessung setzt an dieser Lücke an. Sie zeigt, wie die Wirbelsäule steht und wie sie sich bewegt. Abweichungen vom Lot, Verformungen und Drehungen einzelner Wirbelkörper lassen sich damit festlegen. Das System kann außerdem simulieren, was eine Korrektur bewirken würde, etwa ein Beinlängenausgleich.
- Rücken- und Wirbelsäulenbeschwerden ohne Röntgenbefund
- Wirbelsäulenverkrümmung und Fehlhaltung
- Beckenschiefstand
- Skoliose bei Kindern und Jugendlichen
- Verlaufskontrolle unter laufender Therapie
- Anpassung und Überprüfung von Schuheinlagen
Wie es abläuft
Sie stehen mit freiem Rücken vor dem Messsystem. Das Gerät projiziert ein Lichtmuster auf die Haut und nimmt es mit Videotechnik auf. Aus der Verformung des Musters berechnet der Rechner die Form der Wirbelsäule. Die Aufnahme dauert 0,04 Sekunden.
Die Messwerte werden gespeichert. Bei der nächsten Untersuchung liegt der Vergleich mit den Voraufnahmen vor. Deshalb eignet sich das Verfahren für die Verlaufskontrolle: Man sieht, ob eine Behandlung wirkt, ohne dafür jedes Mal zu röntgen.
Häufige Fragen
Ist das eine Alternative zum Röntgen?
Für die Beurteilung von Haltung, Verkrümmung und Verlauf ja, und in vielen Fällen lässt sich damit auf eine Röntgenkontrolle verzichten. Für die Beurteilung von Knochen und Bandscheiben nicht.
Ist das Verfahren für Kinder geeignet?
Ja, und dafür wird es besonders häufig eingesetzt. Bei Wirbelsäulenverkrümmung oder Beckenschiefstand sind regelmäßige Kontrollen nötig, und die sollen nicht jedes Mal mit Strahlung verbunden sein.
Zahlt die gesetzliche Krankenkasse?
Nein. Privatversicherte bekommen die Kosten in der Regel erstattet.
Gibt es Nebenwirkungen?
Es sind keine bekannt. Das Verfahren arbeitet berührungslos mit Licht.
Wann das nicht das Richtige ist
Kein Verfahren passt zu jedem. Was hier steht, ist der Teil, den andere weglassen.
Die Vermessung zeigt die Form und die Funktion, nicht den Knochen und nicht die Bandscheibe. Bei Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall oder einen Bruch ersetzt sie keine Bildgebung.
Sie braucht einen freien Rücken und eine ruhige, aufrechte Haltung. Wer nicht frei stehen kann, ist damit nicht zu vermessen.
Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen nicht, obwohl der Bundesverband der deutschen Rückenschule und die Gesellschaft für optische Wirbelsäulenvermessung das Verfahren empfehlen. Wenn Sie gesetzlich versichert sind, entstehen Ihnen Kosten.