Behandlungbevor mehr kaputtgeht
Auch bei bereits vorhandenem Schaden lässt sich das Fortschreiten beeinflussen. Reaktiver Knorpel muss dafür noch vorhanden sein.
Präventionstherapie
Behandlung, die das Fortschreiten von Gelenkverschleiß verlangsamen soll. Zwei Wege: die Anregung der körpereigenen Knorpelzellen und die Zufuhr von Gelenkschmiere.
Präventionstherapie im Einzelnen
- Dauer
- wenige Minuten
- Strahlung
- keine
- Wer zahlt
- Selbstzahler
- Kosten im Einzelnen
- Keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Wir nennen Ihnen die Kosten vorher
- Vorbereitung
- Blutverdünnende Medikamente müssen vorher besprochen werden
Wofür wir das einsetzen
Vorbeugen heißt hier nicht nur, dass noch nichts passiert ist. Auch wenn ein Gelenk bereits Schaden genommen hat, lässt sich beeinflussen, wie schnell es weitergeht.
Der erste Weg ist eine Stimulationsbehandlung der gelenkeigenen Knorpelzellen und der Gelenkinnenhaut. Dabei wird eine Mischung gut verträglicher Substanzen wiederholt in das Gelenk gegeben, die eine Regeneration anregen kann. Damit das gelingt, muss noch reaktionsfähiger Knorpel vorhanden sein.
Der zweite Weg ist die Zufuhr von Hyaluronsäure, also einer Art künstlicher Gelenkschmiere. Ihre langkettigen Moleküle lagern sich auf der Knorpeloberfläche an, verringern die Reibung und schützen damit den vorhandenen Knorpel.
- Kniegelenkarthrose
- Hüftgelenkarthrose
- Arthrose an Schulter, Ellenbogen und Sprunggelenk
- Arthrose der Fingergelenke
Wie es abläuft
Zuerst wird der Zustand des Gelenks beurteilt, meist mit Röntgen und Ultraschall. Davon hängt ab, ob überhaupt noch etwas anzuregen ist.
Dann folgen mehrere Injektionen in das Gelenk, üblicherweise im Wochenabstand.
Danach wird beurteilt, ob sich Beschwerden und Beweglichkeit geändert haben. Eine Wiederholung nach längerer Zeit ist möglich.
Häufige Fragen
Kann man Arthrose damit aufhalten?
Aufhalten nicht. Beeinflussen lässt sich, wie schnell es weitergeht, und wie viel Beschwerden dabei entstehen.
Ab wann ist es zu spät?
Wenn kaum noch reaktionsfähiger Knorpel vorhanden ist, ist von der Behandlung wenig zu erwarten. Ob das bei Ihnen so ist, zeigt die Untersuchung.
Zahlt die gesetzliche Krankenkasse?
Nein. Wir nennen Ihnen die Kosten vorher.
Wann das nicht das Richtige ist
Kein Verfahren passt zu jedem. Was hier steht, ist der Teil, den andere weglassen.
Wo kaum noch Knorpel vorhanden ist, greift die Stimulationsbehandlung nicht. Die Substanzen wirken wie ein Dünger, und ein Dünger braucht eine Pflanze.
Verlorener Knorpel wächst nicht nach. Die Behandlung kann den Verlauf beeinflussen, sie dreht ihn nicht um.
Wenn ein Gelenk weit verschlissen ist und der Schmerz den Alltag bestimmt, ist das Gespräch über ein Kunstgelenk ehrlicher als eine weitere Spritzenserie.
Ohne Bewegung wirkt keine dieser Behandlungen. Knorpel ernährt sich über Belastungswechsel, und das lässt sich nicht spritzen.