Behandlungim Gelenk
Die Wirkung ist zeitlich begrenzt, in der Regel auf drei bis sechs Monate.
Hyaluronsäure
Injektion von Hyaluronsäure in ein verschlissenes Gelenk. Verbessert die Gleitfähigkeit der Gelenkflüssigkeit und dämpft die Entzündung. Die Wirkung hält drei bis sechs Monate an und lässt sich durch eine erneute Behandlung wiederholen.
Hyaluronsäure im Einzelnen
- Dauer
- wenige Minuten
- Strahlung
- keine
- Wer zahlt
- meist Selbstzahler
- Kosten im Einzelnen
- In der Regel keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Wir nennen Ihnen die Kosten vorher
- Vorbereitung
- Blutverdünnende Medikamente müssen vorher besprochen werden
- Besonderheit
- Wirkdauer in der Regel drei bis sechs Monate
Wofür wir das einsetzen
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit. Bei Verschleiß verliert diese Flüssigkeit an Zähigkeit, und die Knorpelflächen gleiten schlechter aufeinander.
Die zugeführte Hyaluronsäure lagert sich an die geschädigte Knorpelmatrix an, bindet dort Wasser und verbessert die Pufferung im Gelenk. Zusätzlich werden entzündungsdämpfende Reaktionen beobachtet.
Eingesetzt wird die Behandlung bei allen Arthrosegraden, häufig dann, wenn Bewegung, Physiotherapie und Medikamente nicht ausreichen. Seit einigen Jahren auch bei Schäden an Sehnen und Bändern.
- Kniegelenkarthrose
- Hüftgelenkarthrose
- Schultergelenkarthrose
- Verschleiß an kleineren Gelenken
- Degenerative Schäden an Sehnen und Bändern
Wie es abläuft
Die Einstichstelle wird desinfiziert, dann wird die Hyaluronsäure in den Gelenkspalt gegeben. Bei schwer zugänglichen Gelenken kontrollieren wir die Lage der Nadel über Ultraschall.
Meist folgen mehrere Injektionen im Abstand von einer Woche, abhängig vom verwendeten Präparat.
Nach der Injektion sollte das Gelenk am selben Tag nicht stark belastet werden. Ein Spannungsgefühl für ein bis zwei Tage ist normal.
Häufige Fragen
Wie lange hält die Wirkung?
In der Regel drei bis sechs Monate. Danach lässt sich die Behandlung wiederholen.
Baut Hyaluronsäure Knorpel wieder auf?
Nein. Sie verbessert die Gleitfähigkeit und dämpft die Entzündung. Verlorener Knorpel wächst dadurch nicht nach.
Zahlt die gesetzliche Krankenkasse?
In der Regel nicht. Wir nennen Ihnen die Kosten vorher.
Wann das nicht das Richtige ist
Kein Verfahren passt zu jedem. Was hier steht, ist der Teil, den andere weglassen.
Die Wirkung ist zeitlich begrenzt, in der Regel auf drei bis sechs Monate. Hyaluronsäure baut keinen Knorpel wieder auf und hält die Arthrose nicht auf. Sie verschafft Zeit und lindert.
Wo kaum noch Knorpel vorhanden ist, ist von der Behandlung wenig zu erwarten. Dann ist das Gespräch über ein Kunstgelenk ehrlicher als die nächste Spritze.
Bei einer akuten Entzündung oder einem Infektverdacht im Gelenk wird nicht injiziert.
Jede Injektion in ein Gelenk trägt ein, wenn auch kleines, Infektionsrisiko. Deshalb wird sie nicht beliebig oft wiederholt.