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Orthopädisches Zentrum Darmstadt

RatgeberKnie

Was ist ein Läuferknie?

Eine Reizung an der Außenseite des Knies, bei der ein straffer Sehnenzug über dem Knochenvorsprung reibt. Sie tritt typischerweise nach einer bestimmten Laufstrecke auf, nicht von Anfang an.

Knie: Läuferknie (IT-Band-Syndrom)

Der Tractus iliotibialis ist ein breiter, fester Sehnenstreifen, der an der Außenseite des Oberschenkels vom Becken bis unter das Knie zieht. Bei jeder Beugung und Streckung gleitet er über den äußeren Knochenvorsprung des Oberschenkels.

Bei wiederholter Belastung kann dort eine Reizung entstehen. Das Muster ist charakteristisch: Die ersten Kilometer gehen problemlos, dann setzt ein stechender Schmerz außen am Knie ein, der zum Abbrechen zwingt, und nach einer Pause ist er wieder weg. Bergablaufen verschlimmert es.

Die Ursache liegt selten am Knie selbst. Häufig steckt eine schwache Hüftabspreizmuskulatur dahinter, die das Becken beim Einbeinstand nicht stabil hält, oder eine Belastungssteigerung, die zu schnell ging. Manchmal spielt auch die Lastverteilung am Fuß eine Rolle.

Deshalb wird nicht nur das Knie untersucht, sondern die Kette vom Fuß bis zur Hüfte. Ganganalyse und Muskelfunktionstestung zeigen, wo die Last falsch ankommt.

Behandelt wird über Belastungssteuerung, gezielte Kräftigung der Hüftmuskulatur und Dehnung. Kurzfristig hilft eine Anpassung des Trainings, langfristig nur die Kräftigung. Bei anhaltenden Beschwerden kommt die Stoßwellentherapie in Betracht.

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Zuletzt geprüft 2. September 2026